Marktplätze

Auch wenn das für Sie als Shopbetreiber keine gute Nachricht ist: Die meisten Kunden wollen oder können sich nicht die Namen von 20 verschiedenen Spezialshops merken, bei denen sie durchschnittlich einmal alle 3 Jahre etwas bestellen. Sie mögen Plattformen, auf denen sie zentral alles kaufen können.

Für Sie als Händler haben diese Plattformen den Vorteil, dass sie Ihnen komplett das Marketing abnehmen können, wenn Sie das wollen. Die Plattformen kassieren von Ihnen eine meist prozentuale Verkaufsprovision, dafür kümmern sie sich auch darum, dass Ihre Ware auch verkauft wird. Sie können sich dann auf das konzentrieren, was Sie am besten können: Waren einkaufen und verkaufen.

Alle der im folgenden genannten Marktplätze lassen sich komplett automatisiert an Ihre Warenwirtschaft und Ihr Shopsystem anbinden, so dass sie nur sehr wenig zusätzlichen Managementaufwand für diese Plattformen haben.

Ebay

Ebay ist noch immer klar die größte deutsche Ecommerce-Site. Dies allerdings nicht zuletzt, weil ein relativ großer Teil C2C-Geschäft ist, was Sie weniger interessieren dürfte. Im Bereich von gebrauchten Artikeln, die von privat an privat verkauft werden, gibt es außer Kleinanzeigen keine ernst zu nehmende Konkurrenz für Ebay.
Ebay wird allerdings auch von vielen professionellen Händlern als zusätzlicher oder gar einziger („Powerseller“) Vertriebskanal genutzt. Viele Händler sind damit sehr erfolgreich, wobei sich in letzter Zeit immer mehr Händler über zu hohe Gebühren und sinkende Margen auf der Plattform beschweren.

Die Einstellgebühren für Festpreisangebote von gewerblichen Händlern sollen nun allerdings deutlich sinken oder vielleicht sogar komplett wegfallen. Genaueres stand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Buches noch nicht fest. Die Anbindung Ihrer Warenwirtschaft an das Ebay-System lässt sich leicht automatisieren durch etablierte Standardtools wie Afterbuy oder Auctionweb.

Ein letzter Punkt, den Sie als Händler bei Ebay bedenken sollten: Ware, die Sie bei Ebay als Auktion einstellen, müssen Sie vorübergehend aus der Warenwirtschaft ausbuchen und im Fall, dass sie nicht verkauft wird, doch wieder rein nehmen.

Beispielrechnung
Angenommen, Sie verkaufen Spielzeug und Ihre durchschnittliche Marge beträgt 12%.

Mtl. Umsatz über Ebay: 300.000€
Ihre Marge (12%) 36.000€
Abzgl. Provision, Einstellgebühren, ca 10% 30.000€
Ihr Gewinn pro Monat 6.000€

Fazit: Bei Ebay können Sie relativ schnell viel Umsatz machen, aber die Kosten
sind sehr hoch. Zudem tragen Sie bei Ebay das Risiko, Ware einzustellen und
dafür Einstellgebühren zu bezahlen, aber Am Ende die Ware vielleicht doch
nicht zu verkaufen.